Mit dem kostenlosen Speicherrechner berechnen Sie in rund 30 Sekunden, wie viel Speicherplatz Ihre Überwachungskamera wirklich braucht: einfach Kameraanzahl, Auflösung, Codec und Aufnahmemodus auswählen. Das Tool eignet sich für die einzelne WLAN-Kamera mit SD-Karte genauso wie für NVR-Systeme mit mehreren IP-Kameras.

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Das Wichtigste in Kürze

Den Speicherplatz einer Überwachungskamera berechnen Sie mit der Formel: Speicher (GB) = Bitrate (Mbit/s) ÷ 8 × 3.600 × Stunden pro Tag × Aufbewahrungstage × Kameraanzahl ÷ 1.000. Als Faustregel gilt: GB pro Tag = Bitrate in Mbit/s × 10,8 bei 24-Stunden-Daueraufnahme.

  • 2K-Kamera (4 MP, H.265): ca. 32 GB pro Tag bei Daueraufnahme, ca. 3-8 GB mit Bewegungserkennung
  • 4K-Kamera (8 MP, H.265): ca. 54 GB pro Tag bei Daueraufnahme, ca. 5-13 GB mit Bewegungserkennung
  • 128-GB-microSD-Karte: reicht bei 2K-Bewegungsaufnahme rund 3 Wochen
  • 1-TB-Festplatte: reicht für eine 4K-Kamera bei Daueraufnahme rund 18 Tage

Mit dem Rechner oben ermitteln Sie Ihren individuellen Speicherbedarf in wenigen Sekunden.

So berechnen Sie den Speicherplatz Ihrer Überwachungskamera

Um den Speicherplatz einer Überwachungskamera zu berechnen, brauchen Sie nur zwei Angaben: die Bitrate des Videostreams und die gewünschte Aufnahmezeit. Die Bitrate beschreibt, wie viele Daten die Kamera pro Sekunde erzeugt. Sie hängt von Kameraauflösung, Codec und Bildrate ab und bestimmt nebenbei auch die erforderliche Bandbreite in Ihrem Netzwerk.

Speicher (GB) = Bitrate (Mbit/s) ÷ 8 × 3.600 × Stunden pro Tag × Aufbewahrungstage × Kameraanzahl ÷ 1.000

Für die schnelle Überschlagsrechnung genügt die Merkformel: GB pro Tag ≈ Bitrate in Mbit/s × 10,8 (bei 24 Stunden Daueraufnahme). Unser Speicherrechner oben (international auch CCTV-Speicher-Rechner genannt) übernimmt diese Berechnung automatisch für Ihr komplettes Videoüberwachungssystem mit beliebig vielen IP-Kameras.

Beispielrechnung: 4K-Kamera mit H.265-Codec

  1. Eine 4K-Kamera (8 MP) mit H.265 arbeitet mit einer Bitrate von rund 5 Mbit/s.
  2. 5 Mbit/s ÷ 8 = 0,625 MB pro Sekunde
  3. 0,625 MB/s × 3.600 Sekunden = 2.250 MB, also 2,25 GB pro Stunde
  4. 2,25 GB × 24 Stunden = 54 GB pro Tag
  5. 54 GB × 14 Tage = rund 756 GB für zwei Wochen Daueraufnahme

Eine 1-TB-Festplatte reicht in diesem Szenario also für rund zweieinhalb Wochen, bevor der Ringspeicher die ältesten Aufnahmen automatisch überschreibt.

Formel und Beispielrechnung: Speicherplatz einer Überwachungskamera berechnen (4K mit H.265)

Bitrate und Speicherbedarf nach Kameraauflösung: Richtwerte 2026

Die folgende Tabelle zeigt typische Bitraten von Überwachungskameras und den daraus resultierenden Speicherbedarf pro Tag, jeweils für Daueraufnahme und Bewegungsaufnahme:

Auflösung Bitrate H.264 Bitrate H.265 GB/Tag 24/7 (H.264) GB/Tag 24/7 (H.265) GB/Tag Bewegung (H.265)
2 MP (Full-HD/1080p)4 Mbit/s2 Mbit/sca. 43 GBca. 22 GBca. 2-6 GB
4 MP (2K)6 Mbit/s3 Mbit/sca. 65 GBca. 32 GBca. 3-8 GB
8 MP (4K)10 Mbit/s5 Mbit/sca. 108 GBca. 54 GBca. 5-13 GB
12 MP15 Mbit/s7,5 Mbit/sca. 162 GBca. 81 GBca. 8-20 GB

Alle Richtwerte Stand 2026, bezogen auf 15 bis 20 Bilder pro Sekunde mit variabler Bitrate. Die tatsächlichen Werte hängen von Szene, Einstellung und Modell ab: Nachtaufnahmen mit Bildrauschen erzeugen mehr Daten als ruhige Tagszenen.

Wie lange reicht welche Speicherkapazität?

Aus denselben Werten ergibt sich, wie viele Tage aufgezeichnet werden kann, bevor der Speicher überschrieben wird:

Speichergröße 1 Kamera 2K, Bewegung (ca. 5,7 GB/Tag) 1 Kamera 4K, 24/7 (ca. 54 GB/Tag) 4 Kameras 2K, Bewegung (ca. 23 GB/Tag)
64 GBca. 11 Tageca. 1 Tagca. 3 Tage
128 GBca. 3 Wochenca. 2 Tageca. 5-6 Tage
256 GBca. 6 Wochenca. 4-5 Tageca. 11 Tage
512 GBca. 3 Monateca. 9 Tageca. 3 Wochen
1 TBca. 6 Monateca. 18 Tageca. 6 Wochen
2 TBknapp 1 Jahrca. 5 Wochenca. 3 Monate
4 TBknapp 2 Jahreca. 2,5 Monateca. 6 Monate

Diese Faktoren bestimmen den Speicherbedarf Ihrer Videoüberwachung

Wer den Speicherbedarf seiner Videoüberwachung berechnen will, sollte sieben Stellschrauben kennen:

  • Kameraauflösung: 4K (8 MP) erzeugt rund 70 % mehr Daten als 2K (4 MP) und etwa zweieinhalbmal so viele wie Full-HD (2 MP).
  • Bitrate und Codec: Die Bitrate bestimmt den Datenverbrauch der Überwachungskamera direkt. H.265 halbiert sie gegenüber H.264 bei gleicher Qualität.
  • Bildrate: Mehr Frames bedeuten mehr Daten. 15 bis 20 fps reichen für die Videoüberwachung in der Regel völlig aus.
  • Kameraanzahl: Der Bedarf wächst linear, vier Kameras erzeugen viermal so viele Daten wie eine.
  • Aufnahmemodus: Daueraufnahme zeichnet alles auf, Bewegungserkennung nur Ereignisse (Faktor 0,1 bis 0,25). Smarte Personen- und Fahrzeugerkennung reduziert die Datenmenge zusätzlich.
  • Aufbewahrungsdauer: 30 Tage benötigen doppelt so viel Speicherplatz wie 14 Tage.
  • Audio: Die Tonspur schlägt mit wenigen Prozent zusätzlich zu Buche.

Der Bewegungsfaktor hängt davon ab, wie viel vor der Kamera passiert:

Aktivität vor der Kamera Faktor Beispiel 4K mit H.265
Wenig (ruhige Einfahrt, Garten)0,1ca. 5,4 GB/Tag
Mittel (Hauseingang, Hof)0,2ca. 10,8 GB/Tag
Viel (Gewerbe, belebter Bereich)0,25ca. 13,5 GB/Tag

Ausführliches Hintergrundwissen zu Auflösung, Bitrate und Codecs finden Sie im Ratgeber Wie viel Speicher braucht eine Überwachungskamera?

Speicherlösungen im Vergleich: microSD, Hub, NVR-Festplatte, NAS und Cloud

Wo sollen die Aufnahmen landen? Die Tabelle vergleicht die fünf gängigen Speicherorte:

Lösung Geeignet für Vorteile Grenzen
microSD-Karte (64-512 GB)1-2 KamerasGünstig, keine Zusatzgeräte, lokalBegrenzte Speicherkapazität, Karte sitzt in der Kamera
Home Hub / Basisstation2-8 Kameras ohne NVRZentral, verschlüsselt, keine AbogebührenMaximale Kapazität je nach Modell begrenzt
NVR mit Festplatte4-16 Kameras, 24/7Terabyte-Kapazität, Daueraufnahme, PoEAnschaffungskosten, Verkabelung
NASTechnik-affine mit HeimnetzFlexibel erweiterbar, RAID-SchutzEinrichtung komplexer, Kompatibilität prüfen
CloudOff-Site-BackupAufnahmen auch bei Kameradiebstahl sicherLaufende Kosten, Datenschutz, Upload-Bandbreite
Vergleich der Speicherlösungen für Überwachungskameras: microSD, Home Hub, NVR mit Festplatte, NAS und Cloud

Die besten Speicherlösungen für Überwachungskameras 2026

  1. microSD-Karte für ÜberwachungskamerasmicroSD High-Endurance-Karte: die beste Lösung für 1 bis 2 Kameras. Eine microSD-Karte für Überwachungskameras mit 128 GB speichert bei 2K-Bewegungsaufnahme rund 3 Wochen, High-Endurance-Modelle (U3/V30) sind für das ständige Überschreiben ausgelegt. Ideal für WLAN- und Akku-Kameras ohne zusätzliche Geräte.
  2. Reolink Home Hub BasisstationHome Hub / Basisstation: die beste Lösung ohne NVR. Der Reolink Home Hub verwaltet bis zu 8 Kameras und speichert verschlüsselt auf zwei microSD-Karten mit je bis zu 512 GB, der Reolink Home Hub Pro bringt eine vorinstallierte 2-TB-Festplatte mit (erweiterbar bis 16 TB) und bindet bis zu 24 Kameras an. Zentrale Speicherung ohne Abo, funktioniert auch offline.
  3. Reolink RLN8-410 NVR mit FestplatteNVR mit Surveillance-Festplatte: die beste Lösung für 4 und mehr Kameras mit 24/7-Daueraufnahme. Der Reolink RLN8-410 kommt mit vorinstallierter 2-TB-HDD, alle NVR-Recorder im Shop setzen auf Festplatten, die für dauerhafte Schreiblast ausgelegt sind. Richtwert: 2 bis 4 TB für 14 Tage Aufbewahrung.
  4. NAS (Netzwerkspeicher): die beste Lösung für Technik-affine mit vorhandenem Heimnetz. Synology Surveillance Station oder QNAP QVR binden IP-Kameras per ONVIF oder RTSP ein, der Speicher lässt sich flexibel per RAID erweitern. Einrichtung und Kamera-Lizenzen erfordern allerdings etwas Einarbeitung.
  5. Cloud-Speicher: die beste Lösung als Off-Site-Backup. Aufnahmen bleiben auch dann erhalten, wenn die Kamera gestohlen oder zerstört wird. Wegen laufender Abokosten, begrenzter Upload-Bandbreite und Datenschutzfragen empfiehlt sich die Cloud als Ergänzung zur lokalen Speicherung, nicht als Ersatz.

Praxisbeispiele: Speicherbedarf für drei typische Systeme berechnet

Beispiel 1: Einfamilienhaus mit 2 Kameras (2K, Bewegungsaufnahme, 14 Tage)

Zwei Kameras mit 4 MP und H.265 erzeugen bei Bewegungsaufnahme (Faktor 0,2) je rund 6,5 GB pro Tag. Pro Kamera fallen in 14 Tagen etwa 91 GB an, beide zusammen rund 181 GB. Empfehlung: eine 128-GB-microSD-Karte je Kamera, damit bleibt Reserve für ereignisreiche Wochen. Komfortabler ist die zentrale Speicherung auf einem Home Hub.

Beispiel 2: 4er-Set in 4K mit Daueraufnahme (14 Tage)

Reolink RLK8-800D4 4K PoE KomplettsetVier Kameras mit 8 MP und H.265 erzeugen bei 24/7-Daueraufnahme zusammen rund 216 GB pro Tag, in 14 Tagen also etwa 3 TB. Empfehlung: ein PoE-Set wie das Reolink RLK8-800D4. Die vorinstallierte 2-TB-Festplatte reicht für rund 9 Tage Daueraufnahme, mit smarter Bewegungsaufnahme je nach Aktivität für ein bis drei Monate. Wer volle 14 Tage rund um die Uhr benötigt, erweitert die Kapazität über eine zusätzliche Festplatte.

Beispiel 3: Gewerbe mit 8 Kameras in 4K (30 Tage Aufbewahrung)

Reolink RLK16-800B8 4K Set mit 16-Kanal-NVRAcht 4K-Kameras mit H.265 erzeugen bei Daueraufnahme rund 432 GB pro Tag, in 30 Tagen also etwa 13 TB. Mit smarter Bewegungsaufnahme (Faktor 0,25) sinkt der Bedarf auf rund 3,2 TB. Empfehlung: ein 16-Kanal-Recorder wie der Reolink RLN16-410 mit entsprechend großer Festplattenkapazität, als Komplettpaket etwa das Reolink RLK16-800B8 mit 8 Kameras. So bleibt Reserve für spätere Erweiterungen.

Speicher sparen mit H.265 und smarter Bewegungserkennung

Der Codec ist der größte Hebel: H.265 erreicht durch effizientere Komprimierung dieselbe Bildqualität wie H.264 mit etwa der Hälfte der Daten. Noch stärker wirkt der Aufnahmemodus. Diese vier Maßnahmen senken den Speicherbedarf am deutlichsten:

  1. H.265 statt H.264 aktivieren: rund 50 % weniger Speicherbedarf bei gleicher Bildqualität.
  2. Bewegungs- statt Daueraufnahme: spart 75 bis 90 %. Smarte Personen- und Fahrzeugerkennung filtert zusätzlich Fehlalarme durch Regen, Insekten oder Äste heraus, statt jede Bewegung aufzuzeichnen.
  3. Bildrate senken: 15 statt 25 fps reduziert die Datenmenge um rund 30 bis 40 %, für Überwachungszwecke völlig ausreichend.
  4. Audio deaktivieren: bringt nur wenige Prozent, summiert sich aber über Monate.

In Kombination sinkt der Speicherbedarf einer 4K-Kamera so von rund 108 GB (H.264, Daueraufnahme) auf rund 5 bis 13 GB pro Tag (H.265, Bewegungsaufnahme), ohne dass relevante Ereignisse verloren gehen.

DSGVO: Aufbewahrungsdauer von Überwachungsaufnahmen

Bei der Videoüberwachung gilt der Grundsatz der Datenminimierung: Aufnahmen sollten nur so lange gespeichert werden, wie es der Zweck erfordert. Deutsche Aufsichtsbehörden nennen als Orientierung häufig 48 bis 72 Stunden, eine längere Aufbewahrungsdauer ist bei konkretem Anlass (etwa einem Einbruch) möglich. Privat dürfen Kameras grundsätzlich nur das eigene Grundstück erfassen, nicht öffentliche Wege oder Nachbargrundstücke. Praktischer Nebeneffekt: Wer die Speicherdauer bewusst begrenzt, kommt oft mit deutlich kleinerer Speicherkapazität aus. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

Jetzt Speicherplatz berechnen und passend dimensionieren

Geben Sie Ihre Kameradaten oben in den Rechner ein: Kameraanzahl, Auflösung, Codec, Aufnahmemodus und gewünschte Aufbewahrungsdauer. Das Tool liefert sofort die benötigte Speichergröße für microSD-Karte, NVR-Festplatte oder NAS. Und wenn Sie unsicher sind, welche Speicherlösung zu Ihrem System passt: Unser Team berät Sie kostenlos im Live-Chat oder über die Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Mit der Formel: Speicher (GB) = Bitrate (Mbit/s) ÷ 8 × 3.600 × Stunden pro Tag × Aufbewahrungstage × Kameraanzahl ÷ 1.000. Einfacher geht es mit der Faustregel: Bitrate in Mbit/s mal 10,8 ergibt die GB pro Tag bei Daueraufnahme. Eine 4K-Kamera mit 5 Mbit/s (H.265) erzeugt so rund 54 GB pro Tag. Der Rechner oben übernimmt diese Berechnung automatisch.

Rund 3 Wochen bei einer 2K-Kamera (4 MP, H.265) mit Bewegungsaufnahme. Bei Daueraufnahme reicht eine 128-GB-Karte etwa 6 Tage in Full-HD (1080p, H.265) und nur rund 2 bis 3 Tage in 4K. Entscheidend sind Codec und Aufnahmemodus: H.265 plus Bewegungserkennung verlängert die Speicherdauer um ein Vielfaches.

Etwa 18 Tage bei einer 4K-Kamera mit H.265 und Daueraufnahme (54 GB pro Tag). Vier 2K-Kameras mit Bewegungsaufnahme kommen mit 1 TB rund 6 Wochen aus, eine einzelne 2K-Kamera mit Bewegungserkennung sogar etwa 6 Monate. Endgültig voll wird die Festplatte nie: Der Ringspeicher überschreibt die ältesten Aufnahmen automatisch.

2 bis 3 TB für vier 2K-Kameras und 4 TB für vier 4K-Kameras sind gute Richtwerte bei 14 Tagen Daueraufnahme mit H.265. Mit Bewegungsaufnahme reicht oft die Hälfte. Wer die NVR-Festplatte berechnen will, multipliziert die GB pro Tag und Kamera mit Kameraanzahl und Aufbewahrungstagen und plant 20 bis 30 Prozent Reserve ein.

Rund 54 GB pro Tag bei Daueraufnahme mit H.265 (5 Mbit/s), mit H.264 etwa 108 GB. Bei Bewegungsaufnahme sinkt der Wert auf etwa 5 bis 13 GB pro Tag, je nach Aktivität vor der Kamera. Pro Monat ergeben sich bei Daueraufnahme rund 1,6 TB je 4K-Kamera, weshalb H.265 hier praktisch Pflicht ist.

Eine microSD-Karte mit High-Endurance-Auslegung, Geschwindigkeitsklasse U3/V30 und 128 bis 256 GB Kapazität ist für die meisten Kameras die beste Wahl. Normale Karten verschleißen durch das ständige Überschreiben deutlich schneller. Prüfen Sie zusätzlich die maximal unterstützte Kartengröße Ihrer Kamera, viele Modelle akzeptieren bis zu 256 oder 512 GB.

Ja, für die 24/7-Aufzeichnung sollte es eine Surveillance-Festplatte wie WD Purple oder Seagate SkyHawk sein. Diese Modelle sind für dauerhafte Schreiblast und den Betrieb rund um die Uhr ausgelegt, während Desktop-Festplatten im Dauerbetrieb deutlich früher ausfallen. In vielen NVRs, etwa dem Reolink RLN8-410, ist eine passende Festplatte bereits vorinstalliert.

Die ältesten Aufnahmen werden automatisch überschrieben, das nennt sich Ringspeicher oder Loop-Recording. Sie müssen also nichts manuell löschen, verlieren aber alte Aufnahmen nach Ablauf der Speicherdauer. Wichtige Ereignisse sollten Sie deshalb zeitnah exportieren. Die Speichergröße bestimmt damit direkt, wie viele Tage rückwirkend verfügbar bleiben.

H.265 benötigt bei gleicher Bildqualität nur etwa die Hälfte des Speicherplatzes von H.264. Varianten wie H.265+ sparen durch intelligente Komprimierung nochmals zusätzlich. Beim Neukauf sollten Kamera und Recorder deshalb immer H.265 unterstützen, praktisch alle aktuellen IP-Kameras tun das. Der Codec-Wechsel ist der einfachste Weg, die Aufnahmedauer zu verdoppeln.

Ja, viele IP-Kameras zeichnen per RTSP, ONVIF oder FTP direkt auf ein NAS auf, etwa mit Synology Surveillance Station oder QNAP QVR. Planen Sie dieselben Speicherwerte ein wie bei einer NVR-Festplatte, also zum Beispiel rund 54 GB pro Tag je 4K-Kamera bei Daueraufnahme, plus Reserve für RAID und weitere Daten auf dem NAS.