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Häufig gestellte Fragen
Beides funktioniert. Wenn Sie nur eine einzelne Kamera betreiben, ist ein einfacher PoE-Injektor (~15-25 €) zwischen Router und Kamera die schlankste Lösung. Sobald Sie zwei oder mehr Kameras betreiben oder einen Reolink-NVR nutzen, ist ein PoE-Switch komfortabler — der NVR der RLN-Serie bringt bereits 8 oder 16 PoE-Ports mit. Die Kamera unterstützt den verbreiteten Standard IEEE 802.3af (48 V, ca. 12 W), also funktionieren auch günstige PoE-Switches von TP-Link, Netgear oder Ubiquiti.
Ja, vollständig. Die Kamera ist eine reine LAN-Kamera — sie nimmt lokal auf die microSD-Karte (bis 256 GB) oder auf einen NVR/Server in Ihrem Heimnetz auf. Internet brauchen Sie nur, wenn Sie von unterwegs zugreifen oder Push-Benachrichtigungen aufs Handy bekommen wollen. Die Reolink Cloud ist komplett optional — alle Aufnahmen können dauerhaft nur lokal bleiben. Damit ist die Kamera auch DSGVO-konform einsetzbar und in Datenschutz-sensiblen Bereichen wie Praxen, Kanzleien oder gewerblichen Räumen geeignet.
Bei PoE über CAT5e- oder CAT6-Kabel sind maximal 100 Meter pro Strecke spezifiziert — danach bricht das Signal ab. In der Praxis funktionieren auch 80-90 m problemlos. Für längere Strecken benötigen Sie einen PoE-Extender (Repeater) oder einen zweiten PoE-Switch in der Mitte. Wichtig: Verwenden Sie hochwertige CAT5e-Kabel ohne Aluminium-Kern (CCA-Ware); Vollkupfer ist Pflicht für stabile PoE-Übertragung.
Ja. Die Kamera unterstützt den herstellerübergreifenden Standard ONVIF Profile S sowie RTSP. Damit lässt sie sich in praktisch jeden professionellen NVR oder jede Videomanagement-Software einbinden — von Hikvision, Dahua und Axis über Synology Surveillance Station bis Blue Iris, Home Assistant oder Milestone XProtect. Smart-Detection-Events werden über ONVIF nicht immer übertragen — wenn Sie diese Funktion brauchen, betreiben Sie die Kamera mit einem Reolink-NVR der RLN-Serie.
Schwarz-Weiß. Die RLC-820A nutzt 18 unsichtbare 850-nm-Infrarot-LEDs für bis zu 30 m Reichweite. Bei Dunkelheit schaltet sie automatisch in den IR-Modus, in dem alle Aufnahmen monochrom (S/W) erfolgen — dafür mit großer Reichweite, hoher Kontraststärke und ohne Stromverbrauch durch sichtbares Licht. Wer auch nachts Farbe sehen will, braucht eine Kamera mit Weißlicht-Spotlights (z. B. Reolink RLC-823A oder Duo 3 PoE).
Technisch ja — die Kamera funktioniert in geheizten Räumen genauso wie draußen. Praktisch wirkt sie im Wohnzimmer aber überdimensioniert: die robuste Bauform, das große Aluminiumgehäuse und die hellen IR-LEDs sind für den Außenbereich konzipiert. Für Innen-Überwachung empfehlen wir kompakte WLAN-Kameras wie die Reolink E1-Serie. Bei reinen Lager- oder Geschäftsraum-Anwendungen ist die RLC-820A aber durchaus sinnvoll — gerade weil sie sich an einen NVR mit mehreren Kameras anschließen lässt.
Bei reinem Bewegungs-Modus (nur bei erkannter Person/Fahrzeug/Tier) reichen 256 GB für mehrere Wochen — abhängig davon, wie oft tatsächlich Bewegung erkannt wird. Bei 24/7-Daueraufzeichnung in 4K-Qualität (H.265) sind es ca. 97 Stunden, also rund 4 Tage. Wenn Sie längere Aufbewahrungszeiten brauchen, empfehlen wir den Einsatz eines Reolink-NVR mit 2 TB oder 4 TB HDD — dort lassen sich problemlos 4-8 Wochen Material bei mehreren Kameras vorhalten.
Standardmäßig: nein. Alle Aufnahmen bleiben auf der microSD-Karte in der Kamera oder auf Ihrem NVR/Server. Reolink hat keinen Zugriff darauf. Nur wenn Sie aktiv das optionale Reolink-Cloud-Abo buchen, werden Snapshots/Clips verschlüsselt in europäischen Rechenzentren gespeichert. Push-Benachrichtigungen laufen über die Reolink-Server, enthalten aber nur einen kleinen Snapshot — keine Volldaten. Die App-Verbindung von unterwegs erfolgt direkt zur Kamera (P2P) oder über UPnP-Portfreigaben.
Ja, durch die Turret-Form (drehbar in der Halterung) lässt sich die Kamera in jeder Lage einbauen — Wand, Decke oder schräg unter Dachvorsprüngen. Die mitgelieferte Halterung erlaubt eine 3-Achs-Justage. Das Reolink-Logo bleibt dabei optisch oben, das Objektiv lässt sich in jede Richtung schwenken. Achten Sie nur darauf, dass die mit UP-markierte Seite oben ist, damit das Bild später nicht kopfüber aufgenommen wird (lässt sich aber auch in der App spiegeln).
Ja, vollautomatisch. Sobald die PoE-Stromversorgung wieder anliegt, bootet die Kamera selbständig und nimmt direkt die Aufzeichnung wieder auf. Die Konfiguration wird im internen Speicher der Kamera gehalten — auch ohne Internet-Verbindung funktioniert sie nach dem Neustart. Tipp: Versorgen Sie den NVR/PoE-Switch über eine USV (z. B. APC 700VA) — dann arbeiten auch die Kameras bei kurzen Stromausfällen weiter und Sie verpassen kein Ereignis.

