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Häufig gestellte Fragen
Beides funktioniert. Ein PoE-Injektor (ab ca. 15 €) reicht für eine einzelne RLC-810A vollkommen aus — Sie stecken ihn einfach zwischen Router und Kamera. Sobald Sie mehr als 2-3 Kameras betreiben, lohnt sich ein zentraler 4-Port- oder 8-Port-PoE-Switch (ab ca. 35 €). Wichtig: Der Switch oder Injektor muss IEEE 802.3af unterstützen (das ist heute Standard, 802.3at und 802.3bt sind abwärtskompatibel).
Ja. Die Kamera muss nur ans lokale Netzwerk angeschlossen sein. Live-Bild, Aufnahme auf microSD und Wiedergabe über den Reolink Client am PC laufen komplett offline. Internet brauchen Sie nur, wenn Sie die Kamera von unterwegs per Smartphone-App sehen möchten oder Push-Benachrichtigungen aufs Handy bekommen wollen. Sobald das Internet wieder da ist, kann die App rückwirkend auf alle Aufzeichnungen zugreifen.
Ja, die Kamera ist voll ONVIF- und RTSP-kompatibel. Sie können sie an jeden professionellen NVR oder an Software wie Synology Surveillance Station, QNAP, Blue Iris, Frigate oder Home Assistant anbinden. Die RTSP-Stream-URL lautet rtsp://:@:554/h264Preview_01_main. Beachten Sie: KI-Push-Benachrichtigungen (Personen/Fahrzeug/Tier) funktionieren über ONVIF nur eingeschränkt — am vollen Funktionsumfang kommen Sie nur mit der Reolink-App oder einem Reolink-NVR ran.
Standardmäßig nirgendwohin außer in Ihre eigene microSD-Karte (bis 512 GB) oder Ihren NVR. Cloud-Speicher ist optional und muss aktiv gebucht werden. Reolink-Server stehen in den USA — wer datenschutzkritisch arbeitet, sollte die Cloud-Option deaktiviert lassen und ausschließlich lokal auf NVR oder microSD aufzeichnen. Die Smart-Detection-KI läuft komplett auf dem Kamera-Chip, hier verlassen keine Bilddaten Ihr Heimnetz.
Power over Ethernet ist nach IEEE 802.3af für maximal 100 Meter zwischen PoE-Quelle und Kamera spezifiziert. In der Praxis funktionieren Cat-5e-Kabel zuverlässig bis ca. 80 Meter, bei Cat-6 oder Cat-6a sind auch 100 Meter problemlos möglich. Für längere Distanzen lassen sich PoE-Repeater zwischenschalten — pro Repeater dürfen weitere 100 m verbaut werden.
Nein, die RLC-810A hat nur ein eingebautes Mikrofon (Tonaufzeichnung in Richtung Kamera). Sie können also später am Smartphone hören, was an der Kamera gesprochen wurde — aber Sie können nicht zurücksprechen. Wer Zwei-Wege-Audio braucht (zum Beispiel um Lieferanten Anweisungen zu geben), sollte zur Reolink RLC-820A oder zur Reolink Video Doorbell PoE greifen.
Bei guten Lichtverhältnissen und Distanzen bis ca. 8 Meter ja — der 4K-Sensor liefert genug Pixeldichte für lesbare Kennzeichen-Aufnahmen, wenn das Fahrzeug langsam fährt oder steht. Bei schneller Vorbeifahrt oder größeren Distanzen wird es schwierig. Wer gezielt Kennzeichen erfassen will (Einfahrtsüberwachung, Parkplatz), sollte zusätzlich eine Reolink-Kamera mit optischem Zoom (z. B. RLC-823S2 PoE16X) installieren.
Die RLC-810A unterstützt HDR (High Dynamic Range) und WDR (Wide Dynamic Range) digital — das hilft gegen Gegenlicht durch ein Fenster oder bei Sonnenuntergang. In der Praxis liefert sie in solchen Situationen brauchbare Bilder, aber kein Studio-Ergebnis. Wer die Kamera direkt Richtung Sonnenuntergang ausrichtet, sollte den Schwenkwinkel um 10-15° kippen, damit die direkte Sonne nicht permanent ins Objektiv brennt.
Reolink gewährt 2 Jahre Herstellergarantie auf die RLC-810A. Im Garantiefall wickeln wir die RMA für Sie ab — Sie senden die Kamera an uns ein, wir prüfen und tauschen oder lassen reparieren. Erfahrungsgemäß liegen die Hauptausfallquellen bei IR-LEDs nach mehreren Jahren (kein Garantiefall mehr) und bei undichten Kabelverschraubungen (immer auf die mitgelieferte Gummidichtung achten und das Kabel mit Schleife unter der Kamera führen, damit kein Wasser entlang läuft).
Technisch ja — die Kamera funktioniert problemlos im Innenraum. Allerdings ist sie als Außenkamera designed: Das Gehäuse ist relativ groß und sichtbar, die IR-Beleuchtung sehr stark. Für Innenräume empfehlen wir kompaktere und diskretere Modelle (z. B. Reolink E1-Serie oder Argus-Indoor). In Lagerhallen, Werkstätten oder Garagen ist die RLC-810A dagegen genau richtig, weil sie robust und wartungsarm ist.

