Stallkamera für Pferdestall und Hof: mit WLAN, SIM oder PoE
Stallkamera: 🐴 Pferdestall, Boxen und Weide im Blick, mit PoE, WLAN oder SIM-Karte
Eine Stute steht kurz vor dem Abfohlen. Ein Pferd war abends unruhig. Die Sattelkammer liegt hundert Meter vom Haus entfernt. Eine Stallkamera zeigt Ihnen Box, Stallgasse und Hof live auf dem Handy. Das klappt auch nachts und auch dort, wo kein WLAN hinkommt. So gehen Sie in den Stall, wenn es nötig ist. Und nicht auf Verdacht.
🌙 Infrarot-Nachtsicht ohne grelles Licht • 📶 Auch ohne WLAN, mit SIM-Karte • 🧹 Staub- und wetterfest
🎯 Ausgewählt für Stall und Hof: Jede Kamera unten hat ihren festen Platz, von der Abfohlbox bis zur Weide ohne Steckdose. Welche wohin gehört, steht im Kaufratgeber. KI-Empfehlung mit Foto →
Ein Stall ist kein Wohnzimmer. Es staubt. Die Luft ist feucht und riecht nach Ammoniak. Spinnen bauen ihre Netze gern direkt vor die Kamera. Und die dicken Wände lassen das WLAN aus dem Wohnhaus kaum durch. Pferde können vor grellem Licht erschrecken. Und auf der Weide gibt es weder Steckdose noch Internet. Eine gute Stallkamera muss mit all dem klarkommen. Wir haben selbst einen Reiterhof und kennen diese Probleme. Hier lesen Sie, wie das Bild aufs Handy kommt, welche Nachtsicht zu Pferden passt, wo die Kamera hängen sollte und welche Stallkamera an welchen Platz gehört.
🏚️ Was eine Überwachungskamera für den Stall anders machen muss
Im Pferdestall ist vieles anders als am Haus oder im Garten.
📶 Die Verbindung ist das eigentliche Problem
Die wichtigste Frage ist: Wie kommt das Bild aus dem Stall heraus? Ställe liegen oft weit weg vom Haus. Sie haben Wände aus Stein oder Beton, manchmal ein Blechdach. Das WLAN im Stall ist deshalb meist schwach oder gar nicht da. Klären Sie also zuerst die Verbindung. Erst dann suchen Sie die Kamera aus.
🌙 Nachts sehen, ohne die Pferde zu wecken
Das Wichtigste im Stall passiert oft nachts: eine Geburt, ein unruhiges Pferd, jemand an der Sattelkammer. Die Nachtsicht muss dann ein klares Bild zeigen, am besten mit Infrarot statt heller Lampe.
🧹 Robust gegen Staub, Feuchte und neugierige Mäuler
Staub, feuchte Luft, Frost und Ammoniak aus dem Mist setzen jeder Kamera zu. Pferde knabbern an allem, was sie erreichen, Mäuse an allem anderen. Eine Stallkamera braucht deshalb ein dichtes Gehäuse, einen sicheren Platz und gut geschützte Kabel.
🔌 Stromanschluss und Verbindung: PoE, WLAN oder 4G mit SIM-Karte
Es gibt drei Wege, das Bild aufs Handy zu holen. Welcher passt, hängt davon ab: Gibt es im Stall Strom? Kommt ein Netzwerkkabel hin? Und wie weit ist der Router im Haus entfernt, also Ihr Internet-Gerät?
Die drei Wege im Vergleich. Welcher passt, entscheidet meist der Abstand zwischen Haus und Stall.
Anbindung
Passt, wenn …
Stärke
Beachten
PoE-Netzwerkkabel
ein Kabel vom Haus oder Stallbüro zum Stall möglich ist
ein Kabel bringt Strom und Bild, läuft stabil, nimmt rund um die Uhr auf
jedes Kabel bis 100 m lang, vor Pferden und Mäusen schützen
WLAN
im Stall WLAN und eine Steckdose da sind
schnell montiert, frei platzierbar, kein Netzwerkkabel nötig
dicke Wände schlucken viel, oft ist ein zweites WLAN-Gerät im Stall nötig
4G mit SIM-Karte
der Stall weit draußen liegt oder die Weide keinen Anschluss hat
geht überall, wo das Handy Empfang hat, kein Internetanschluss nötig
Empfang vor Ort prüfen, Datenvolumen einplanen
PoE: die beste Wahl, wenn ein Kabel hinkommt
PoE heißt: Ein einziges Netzwerkkabel bringt Strom und Bild. Sie brauchen keine Steckdose an der Kamera, und das Bild bricht nicht ab. Ein Kabel darf bis zu 100 m lang sein. Das reicht auf den meisten Höfen vom Haus bis in den Stall. Im Stall endet das Kabel in einem Verteilerkasten (PoE-Switch) oder einem Rekorder, also einem kleinen Aufnahmegerät. Dort schließen Sie mehrere Kameras für Stall und Hof an. Über den Hof läuft ein Außenkabel im Schutzrohr, im Stall jedes Kabel im Kanal oder Metallrohr. Sonst findet es früher oder später ein Pferd oder eine Maus.
WLAN im Stall: Reichweite ehrlich prüfen
Eine WLAN-Kamera ist schnell angebracht. Sie braucht aber am Platz ein gutes Signal. Prüfen Sie das mit dem Handy direkt am geplanten Platz, nicht an der Stalltür. Reicht die WLAN-Reichweite nicht, hilft ein zweites WLAN-Gerät im Stall. Das hängt per Netzwerkkabel am Router im Haus. Ein WLAN-Verstärker zum Einstecken geht auch, macht die Verbindung aber oft langsamer. Legen Sie sowieso ein Kabel, nehmen Sie besser gleich PoE-Kameras.
Stallkamera ohne WLAN: 4G mit SIM-Karte
Für Ställe weit draußen, Offenställe und Weiden gibt es oft kein WLAN. Dann ist eine Stallkamera mit SIM-Karte meist die einzige Lösung. Sie schickt das Bild wie ein Handy über das Mobilfunknetz, ganz ohne Router. Mit Akku und Solarpanel braucht sie nicht einmal Strom. Prüfen Sie vorher mit dem Handy, welches Netz dort am besten ist, und wählen Sie danach die SIM-Karte.
Für die Weide ohne Strom: Kamera und Solarpanel an einem Pfosten, das Bild kommt über das Handynetz. Im Bild die TrackMix LTE-C. Foto: Reolink
Wie viel Datenvolumen Sie brauchen, hängt von der Nutzung ab. Für Alarme mit kurzen Videos und ab und zu ein Blick ins Livebild reichen meist wenige GB im Monat. Schauen Sie jede Nacht eine Stunde zu, etwa in der Abfohlzeit, brauchen Sie deutlich mehr. Nimmt die Kamera auf ihre eigene Speicherkarte auf, läuft das Video nicht über das Handynetz. Tarife, Kartenarten und alle Modelle erklärt unsere Seite Überwachungskamera mit SIM-Karte. Gibt es im Stall Strom, aber kein Internet? Dann passt ein Router mit SIM-Karte und dahinter normale PoE-Kameras.
🌙 Nachtsicht bei Pferden: Infrarot statt Scheinwerfer
Kameras sehen nachts auf zwei Arten. Die erste ist die Infrarot-Nachtsicht. Die Kamera leuchtet mit Licht, das Menschen praktisch nicht sehen. Das Bild ist dann schwarz-weiß, aber scharf. Die Box bleibt dunkel. Manche Kameras zeigen dabei schwache rote Punkte an der Vorderseite. Andere leuchten gar nicht sichtbar. Wie Pferde dieses Licht sehen, ist nicht genau geklärt. Die Erfahrung zeigt aber: Infrarot-Nachtsicht stört deutlich weniger als weißes Licht. Für Boxen und Stallgasse ist Infrarot im Pferdestall deshalb die erste Wahl.
Die zweite Art ist die Farb-Nachtsicht. Sie nutzt oft weiße Lampen, die bei Bewegung hell angehen. In der Box kann so ein plötzliches grelles Licht Pferde beunruhigen. Schalten Sie diese Lampen in der App aus, wenn die Kamera in eine Box schaut. Oder lassen Sie sie nur kurz bei einem Alarm angehen. Einige Modelle wie die Reolink Altas sind besonders lichtempfindlich. Sie zeigen schon bei wenig Restlicht ein Farbbild, ganz ohne Lampe. Bei völliger Dunkelheit brauchen aber auch sie Infrarot oder Licht.
🧹 Staub, Ammoniak und Feuchtigkeit: wetterfest heißt im Stall mehr
Wie dicht eine Kamera ist, steht in der Schutzklasse. Für den Stall reicht eine einfache Regel: IP65 oder höher heißt staubdicht, und die Kamera hält Regen und Wasserstrahl aus. Für die Stallgasse und alle staubigen Plätze sollten Sie mindestens IP65 wählen. Innenkameras ohne Schutzklasse gehören an trockene Plätze mit wenig Staub, etwa in eine abgetrennte Abfohlbox, die Sattelkammer oder ein Stallbüro.
Linse pflegen: Staub und Spinnweben sind im Stall der häufigste Grund für schlechte Bilder. Nachts werfen sie das Infrarotlicht zurück und lösen Fehlalarme aus. Wischen Sie die Linse alle ein bis zwei Wochen mit einem weichen, trockenen Tuch ab.
Nicht über Heu und Futter: Wo Heu aufgeschüttelt und Einstreu verteilt wird, staubt es am meisten. Hängen Sie die Kamera seitlich davon auf.
Nicht über der Tränke: Feuchtigkeit und Spritzwasser lassen die Linse beschlagen.
Kabel schützen: Kabel in Metallrohr oder festen Kanal, Stecker außerhalb der Box. Pferde erreichen mehr, als man denkt, und Mäuse fressen jede lose Leitung an.
Luft beachten: Ammoniak greift Metall und Stecker an. Eine gut gelüftete Stallgasse schont deshalb auch die Technik.
🎬 Drei Nächte, in denen die Stallkamera zählt
Am Ende zählt das richtige Bild im richtigen Moment. Drei typische Nächte aus dem Stall-Alltag zeigen, worauf es dann ankommt.
So sieht es auf dem Handy aus: Livebild von der Weide, mit Knöpfen für Sprechen, Foto und Aufnahme. Foto: Reolink
🐣 Abfohlen in der Nacht
In den Wochen vor dem Termin schaut man jede Nacht mehrmals nach der Stute. Jeder Gang kostet Schlaf und bringt Unruhe in die Box. Mit einer Stallkamera in der Abfohlbox schauen Sie vom Bett aus aufs Handy. Kommt Ihnen etwas komisch vor, gehen Sie hinüber. Was Sie dabei beachten sollten, besprechen Sie am besten vorher mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt.
😟 Ein Pferd war abends unruhig
Nach dem Füttern hat ein Pferd sein Heu nicht angerührt und wirkt anders als sonst. Wer so eine Nacht kennt, weiß, wie lang die Stunden werden. Per Livebild schauen Sie zwischendurch nach, ohne jedes Mal hinzugehen. Die Kamera ersetzt weder Kontrollgang noch Tierarzt, hilft aber, schneller zu handeln. Die Aufnahme können Sie später der Tierärztin oder dem Tierarzt zeigen, damit man sieht, wie die Stunden davor verliefen.
🔓 Jemand an der Sattelkammer
Sättel und Trensen sind wertvoll und leicht zu verkaufen. Eine Kamera am Stalltor, die Menschen von Tieren unterscheidet, meldet sich sofort. Bei einer Katze bleibt sie still. Sie sehen live, wer da ist. Die scharfe 4K-Aufnahme zeigt bei gutem Licht Gesicht, Kleidung und oft das Auto.
📐 Praxis: So hängen Sie die Kamera im Stall richtig auf
Für die Kamera im Pferdestall gilt eine Grundregel: Sie hängt so hoch, dass kein Pferd drankommt, also ab etwa 2,5 m. Und sie blickt aus einer Ecke schräg in die Box. So sehen Sie den ganzen Boden, und das Pferd steht nie direkt vor der Linse. Drei typische Fälle:
Die Grundregel für jede Box: hoch in die Ecke, schräg nach unten, der ganze Boden im Bild.
📐 PRAXIS-BEISPIEL 1
Abfohlbox mit Steckdose und WLAN
Situation: Die Abfohlbox liegt direkt am Wohnhaus. Es gibt eine Steckdose, und das WLAN reicht bis in die Box (mit dem Handy geprüft).
Empfohlene Kamera:Reolink E1 Pro. Die Innenkamera dreht und neigt sich per App, so sehen Sie jede Ecke der Box. Auch bei gedämpftem Licht zeigt sie ein helles Bild, nachts sieht sie mit Infrarot. Über das Mikrofon hören Sie, was in der Box los ist.
Montagehöhe: ab 2,5 m, auf einem festen Halter an Wand oder Decke. Nicht auf die Boxenwand stellen, dort kommt das Pferd mit dem Maul hin.
Winkel & Ausrichtung: aus einer Ecke schräg nach unten, sodass die ganze Liegefläche im Bild ist. Die Stute liegt beim Abfohlen, deshalb zählt der Boden mehr als der Kopfbereich.
Sichtfeld & Linse: Speichern Sie in der App eine Grundstellung, auf die die Kamera jederzeit zurückspringt. Nicht über Tränke und Raufe hängen.
Licht & Nachtsicht: Infrarot reicht in der Box völlig. Frisch gekalkte Wände direkt vor der Linse blenden, halten Sie einen halben Meter Abstand. Ohne Schutzklasse gehört die Kamera in eine trockene, staubarme Box.
📐 PRAXIS-BEISPIEL 2
Stallgasse mit acht Boxen, Netzwerkkabel vom Haus
Situation: Eine lange Gasse mit je vier Boxen links und rechts. Ein Netzwerkkabel führt vom Haus zum Stall, dort hängt ein Verteilerkasten für die Kabel (PoE-Switch) im Schrank. WLAN kommt durch die Steinwände nicht durch.
So sieht Praxis-Beispiel 2 von oben aus: Zwei Kameras decken alle acht Boxentüren ab, die dritte bewacht den Vorplatz.
Empfohlene Kamera:Reolink RLC-820A für Gasse und Boxen. Dazu eine Reolink RLC-810A am Stalltor. Beide filmen scharf in 4K, sind staub- und wasserdicht, erkennen Menschen, Autos und Tiere und sehen nachts mit Infrarot bis 30 m weit.
Montagehöhe: etwa 2,8 bis 3 m hoch, direkt unter der Decke. Dort erreicht sie auch kein Pferd, das in der Gasse geputzt wird.
Winkel & Ausrichtung: je eine RLC-820A an beiden Enden der Gasse. Sie blicken schräg über die Boxentüren in jede Box hinein.
Sichtfeld & Linse: Die RLC-820A ist eine kleine runde Kamera. Sie holt die Boxen etwas näher heran. Die RLC-810A am Tor zeigt einen breiten Ausschnitt, vom Vorplatz bis zur Sattelkammer.
Licht & Nachtsicht: nur Infrarot-Nachtsicht, keine hellen Lampen. Stalllampen nicht direkt ins Bild nehmen. Kabel im Metallrohr führen.
📐 PRAXIS-BEISPIEL 3
Weide mit Unterstand, ohne Strom und ohne WLAN
Situation: Die Sommerweide liegt einen Kilometer vom Hof. Es gibt einen Unterstand, aber keinen Strom und kein Internet. Das Handy hat guten 4G-Empfang.
Die Altas Go PT aus diesem Beispiel, hier an einem Holzgebäude im Winter. Akku und SIM-Karte machen sie unabhängig von Strom und WLAN. Foto: Reolink
Empfohlene Kamera:Reolink Altas Go PT. Sie sendet mit einer SIM-Karte über das 4G-Handynetz. Sie läuft mit einem großen Akku, auf Wunsch mit Solarpanel, und dreht sich per App fast einmal im Kreis. Bei Restlicht zeigt die Nachtsicht Farbe, sonst nutzt sie Infrarot, das man kaum leuchten sieht. Laut Hersteller reicht das Infrarot etwa 10 m: genug für Unterstand und Tränke, nicht für die ganze Weide.
Montagehöhe: etwa 3 m hoch am Pfosten des Unterstands. So kommen weder Pferde noch Diebe leicht heran.
Winkel & Ausrichtung: Speichern Sie in der App feste Blickrichtungen für Unterstand, Tränke und Weidetor. Laufen die Pferde quer durchs Bild, erkennt die Kamera Bewegung zuverlässiger.
Sichtfeld & Linse: Das Tor zur Straße ist oft der wichtigste Punkt. Dort sehen Sie, ob jemand die Weide betritt oder ein Pferd ausgebrochen ist.
Licht & Nachtsicht: Solarpanel nach Süden, ohne Schatten von Ästen oder Unterstand. Die Kamera nicht in die tief stehende Abendsonne richten.
🏆 Die beste Stallkamera je Einsatz
Die eine beste Stallkamera für jeden Stall gibt es nicht, weil jeder Hof anders angeschlossen ist. Diese Stallkameras aus unserem Sortiment passen zu den häufigsten Plätzen:
langer Akku, Solar möglich, speichert auch Sekunden vor dem Alarm, Farbe bei wenig Licht, wetterfest
Unsicher, welche Kamera passt? Laden Sie ein Foto vom Stall in unseren KI-Foto-Berater und bekommen Sie eine passende Empfehlung für Strom und Verbindung vor Ort.
🚚 Kamera im Pferdeanhänger
Kann die Stallkamera auch in den Pferdeanhänger, um das Pferd auf der Fahrt zu sehen? Dort gibt es keinen Strom und kein WLAN, also geht das nur mit einer Akku-Kamera. Die sendet mit eigener SIM-Karte über 4G. Oder sie nutzt per WLAN den Hotspot Ihres Handys im Zugfahrzeug. Die Kamera muss fest verschraubt sein, sonst fliegt sie bei einer Vollbremsung durch den Anhänger. Und sie hängt außer Reichweite des Pferdekopfs. In Funklöchern bricht das Livebild unterwegs ab. Für Turniere gilt dasselbe.
📱 Aufzeichnung und Zugriff per App: ohne Abo möglich
Alle hier empfohlenen Kameras speichern selbst: auf einer microSD-Karte (kleine Speicherkarte in der Kamera) oder auf einem Rekorder im Haus. Diese lokale Speicherung kostet keine monatlichen Gebühren, und die Videos bleiben auf dem Hof. Cloud-Speicherung im Internet geht bei vielen Modellen zusätzlich, ist für den Stall aber nicht nötig. Welche Systeme ganz ohne laufende Kosten auskommen, lesen Sie auf unserer Seite Überwachungskamera ohne Abo.
Nicht nur für Pferde: Dieselbe Kamera behält auch Rinder, Schafe oder Alpakas auf der Weide im Blick. Foto: Reolink
Haben Sie mehrere PoE-Kameras in Stallgasse und Hof? Dann lohnt sich ein Rekorder. Er nimmt alle Kameras rund um die Uhr auf, versorgt sie per PoE mit Strom und steht geschützt im Haus oder Stallbüro. Wie viel Speicher Sie brauchen, rechnet unser Speicherplatz-Rechner für Sie aus.
Sie schauen per App auf Handy oder Tablet zu, die PoE-Kameras auch am PC per App oder Browser. Die Bewegungserkennung der meisten Modelle unterscheidet Menschen, Autos und Tiere. In Boxen bewegen sich die Pferde ständig. Lassen Sie dort nur Menschen melden. Sonst klingelt Ihr Handy die ganze Nacht.
⚖️ Ist Videoüberwachung im Stall erlaubt?
Im eigenen Stall ist eine Kamera in aller Regel kein Problem, solange nur Sie und Ihre Tiere im Bild sind. Anders ist es bei anderen Menschen. Im Pensionsstall sind das Einsteller, Reitschüler und Hufschmied, auf größeren Höfen auch Mitarbeitende. Für sie ist die Stallgasse ein Arbeitsplatz. Dort gelten strengere Datenschutz-Regeln.
Informieren: Sagen Sie Einstellern und Mitarbeitenden, wo Kameras hängen und wozu, am besten schriftlich im Einstellervertrag.
Hinweisschild: Ein Schild am Eingang zeigt, dass hier gefilmt wird und wer dafür verantwortlich ist.
Nur das Nötige filmen: Kameras gehören auf Tiere und Eingänge. Nie in den Aufenthaltsraum oder die Umkleide.
Kein Ton ohne Einwilligung: Gespräche anderer ohne deren Erlaubnis aufzunehmen, kann sogar strafbar sein. Schalten Sie die Tonaufnahme aus, wenn andere Menschen im Bild sein können.
Nicht über die Grenze: Öffentlicher Weg und Nachbargrundstück bleiben draußen. Oder Sie schwärzen diese Bereiche in der App.
Das ist keine Rechtsberatung. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite Videoüberwachung auf dem Privatgrundstück. Im Zweifel, besonders bei Mitarbeitenden, fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
🔀 Stallkamera, Haustierkamera oder Wildkamera?
Eine Haustierkamera ist für Hund und Katze in der Wohnung gedacht. Eine Wildkamera beobachtet Wild im Wald. Sie speichert meist nur Fotos und kurze Videos. Eine Stallkamera überwacht dagegen richtig: Livebild aus Stall und Hof, Nachtsicht, Alarm bei Menschen und eine Verbindung, die auch weit draußen klappt. Wer Pferde, Rinder, Schafe oder Alpakas betreut, ist mit einer Stallkamera richtig.
✅ Fazit: So finden Sie die passende Stallkamera
Klären Sie zuerst die Verbindung. Liegt ein Netzwerkkabel im Stall, sind PoE-Kameras die robusteste Lösung: die RLC-820A in der Stallgasse und die RLC-810A am Tor. Gibt es Steckdose und gutes WLAN? Dann reicht für die Abfohlbox eine Innenkamera wie die E1 Pro. Für Weide und Offenstall ohne Anschluss nehmen Sie eine Stallkamera mit SIM-Karte, Akku und Solarpanel wie die Altas Go PT. In Boxen ist Infrarot-Nachtsicht die beste Wahl. Hängen Sie jede Kamera so, dass kein Pferd drankommt. Und wischen Sie die Linse regelmäßig ab. Dann haben Sie Ihre Tiere im Blick, wenn es darauf ankommt, und schlafen in ruhigen Nächten trotzdem durch.
Häufig gestellte Fragen
Im eigenen Stall ist eine Kamera in aller Regel kein Problem, solange nur Sie selbst und Ihre Tiere im Bild sind. Kommen Einsteller, Reitschüler oder Mitarbeitende ins Bild, müssen Sie diese informieren. Meist geschieht das mit einem Hinweisschild am Eingang. Für Mitarbeitende ist die Stallgasse ein Arbeitsplatz. Dort gelten strengere Regeln. Ton sollten Sie ohne Einwilligung nicht aufnehmen. Mehr dazu auf unserer Seite Videoüberwachung auf dem Privatgrundstück. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
Sobald die Kamera andere Menschen filmt, gehört ein Hinweisschild an den Eingang. Das gilt zum Beispiel für Einsteller, Hufschmied oder Besucher. Das Schild zeigt, dass hier gefilmt wird und wer dafür verantwortlich ist. Filmt die Kamera nur Ihre eigenen Tiere in einem Stall, den sonst niemand betritt, ist die Lage entspannter. Ein Schild schadet aber nie und schreckt zusätzlich ab. Das ist keine Rechtsberatung.
Am zuverlässigsten ist ein Netzwerkkabel vom Haus in den Stall. Mit PoE bringt dieses eine Kabel Strom und Bild zur Kamera. Es darf bis zu 100 m lang sein. Geht kein Kabel, nehmen Sie eine Stallkamera mit SIM-Karte. Sie sendet über das 4G-Handynetz, zum Beispiel die Reolink Altas Go PT. Haben Sie im Stall Strom, aber kein Internet? Dann geht auch ein Router mit SIM-Karte und dahinter normale PoE-Kameras. Alle Kameras mit SIM-Karte finden Sie auf der Seite Überwachungskamera mit SIM-Karte.
Infrarot-Nachtsicht leuchtet die Box nicht hell aus. Erfahrungsgemäß stört sie deutlich weniger als weißes Licht. Deshalb ist sie für Boxen und Stallgasse die erste Wahl. Manche Kameras zeigen dabei nachts schwache rote Punkte. Andere leuchten gar nicht sichtbar. Farb-Nachtsicht arbeitet oft mit weißen Lampen. Gehen die plötzlich an, kann das Pferde beunruhigen. Schalten Sie diese Lampen in der App aus, wenn die Kamera in eine Box schaut. Nutzen Sie sie nur außen, etwa am Hoftor.
Das hängt vor allem davon ab, wie oft Sie ins Livebild schauen. Bekommen Sie nur Alarme mit kurzen Videos und schauen ab und zu rein, reichen meist wenige GB im Monat. In der Abfohlzeit, wenn Sie jede Nacht länger zuschauen, brauchen Sie deutlich mehr. Lassen Sie die Stallkamera auf ihre eigene Speicherkarte aufnehmen. Dann läuft das Video nicht über das Handynetz.
Hängen Sie die Kamera so hoch, dass kein Pferd drankommt, also ab etwa 2,5 m. Sie sitzt auf einem festen Halter an Wand oder Decke. Am besten blickt sie aus einer Ecke schräg nach unten in die Box. Dann ist die ganze Liegefläche im Bild. Hängen Sie sie nicht über Tränke oder Raufe. Dort beschlägt oder verstaubt die Linse schnell. Kabel gehören in ein Metallrohr, damit weder Pferde noch Mäuse drankommen.
Nein. Alle hier empfohlenen Kameras speichern auf einer Speicherkarte in der Kamera. Viele können zusätzlich auf einem Rekorder aufnehmen, also einem kleinen Aufnahmegerät. Livebild und Aufnahmen sehen Sie per App auf dem Handy, ohne Abo. Bei einer Stallkamera mit SIM-Karte kommt nur der Handytarif für das Datenvolumen dazu. Wie viel Speicher Sie brauchen, rechnet unser Speicherplatz-Rechner aus. Mehr zu Systemen ohne laufende Kosten lesen Sie unter Überwachungskamera ohne Abo.
Die beste Stallkamera hängt davon ab, wie das Bild aus dem Stall kommt. Liegt ein Netzwerkkabel im Stall, sind PoE-Kameras die robusteste Wahl für Stallgasse und Boxen. Ein Beispiel ist die Reolink RLC-820A: sehr scharf in 4K, mit Infrarot-Nachtsicht, staub- und wasserdicht. Für eine Abfohlbox mit Steckdose und WLAN reicht eine Innenkamera wie die Reolink E1 Pro. Für Weide und Offenstall ohne Strom und WLAN nehmen Sie eine Kamera mit SIM-Karte und Solarpanel wie die Reolink TrackMix LTE Plus 2.
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